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Sicherer Drill & schonende Landung

Kontrolle behalten, Fischstress minimieren und Aussteiger verhindern.

Die Drillphase kontrollieren

Ein erfolgreicher Drill erfordert das richtige Zusammenspiel von Rutenbiegung, Rollenbremse und Besonnenheit. Vermeide hektische Bewegungen und passe den Druck an die Fischgröße an. Die Rute übernimmt dabei die eigentliche Arbeit: Sie federt Fluchten ab und ermüdet den Fisch, während die Bremse verhindert, dass die Schnur bei einem plötzlichen Ruck reißt.

Bremseinstellung im Detail

Als grobe Faustregel gilt: Die Bremse sollte so eingestellt sein, dass sich bei sanftem Ziehen an der Schnurspitze etwa ein Drittel bis die Hälfte der Schnurtragkraft als Widerstand anfühlt. Zu straff eingestellt drohen Ausschlitzer oder Schnurbruch bei plötzlichen Fluchten, zu lasch eingestellt dauert der Drill unnötig lange und erschöpft den Fisch stärker als nötig.

Bei Ruten mit Freilauf (etwa beim Karpfenangeln) lohnt sich zusätzlich eine weiche Freilaufeinstellung für die Anbissphase und eine straffere Hauptbremse für den eigentlichen Drill.

Schritt für Schritt zur sicheren Landung

  • Bremseinstellung: Die Rollenbremse muss vor dem ersten Wurf passend eingestellt sein – lieber etwas weicher als zu hart.
  • Pufferung nutzen: Die Rute im 45- bis 60-Grad-Winkel halten, um Fluchten abzufedern.
  • Landen mit dem Kescher: Den Kescher ins Wasser eintauchen und stillhalten. Den Fisch über den Kescherrand führen – niemals dem Fisch hinterherjagen!

Umgang mit kopfstarken Fischen

Karpfen, Wels und große Zander stellen den Drill vor besondere Herausforderungen: Karpfen ziehen oft in Richtung Hindernisse wie Kraut oder Totholz, Welse setzen auf kurze, extrem kraftvolle Fluchten in Bodennähe. Hier hilft es, die Rute seitlich zu halten und den Fisch aktiv von kritischen Strukturen wegzulenken, statt ihn stur mit hoch gehaltener Rute nach oben zu ziehen.

Nach dem Fang: Schonender Umgang

  • Hände vor dem Anfassen nass machen, um die Schleimhaut des Fisches zu schützen.
  • Haken zügig und ruhig mit dem Hakenlöser entfernen, bei tiefem Schluckhaken lieber die Vorfachschnur kappen als lange herumzuwürgen.
  • Fotos schnell und mit dem Fisch möglichst waagerecht über dem Wasser machen.
  • Zum Abhaken und Wiegen möglichst eine feuchte Abhakmatte nutzen.

Fazit

Ein kontrollierter Drill ist keine Frage der Kraft, sondern des richtigen Timings und Winkels. Wer Bremse, Rutenhaltung und Landetechnik aufeinander abstimmt, verliert weniger Fische – und setzt sie deutlich schonender wieder zurück oder versorgt sie sachgerecht.