Der einfache Clinch-Knoten ist die Urform des weit verbreiteten „verbesserten“ Klammerknotens und gehört zu den ältesten Angelknoten überhaupt.
So wird er gebunden
Fädle das Schnurende etwa 10–15 cm durch das Öhr von Haken, Wirbel oder Kunstköder. Je dicker die Schnur, desto mehr Reserve solltest du einplanen.
Halte den Haken oder Wirbel in einer Hand und lege das durchgefädelte Ende mit der anderen Hand parallel neben die Hauptschnur zurück, sodass beide Stränge nebeneinanderliegen.
Beginne, das kurze Ende um die Hauptschnur zu wickeln – am einfachsten gelingt das, wenn du Haken oder Wirbel selbst zwischen den Fingern drehst, statt die Schnur von Hand zu wickeln.
Zähle dabei 5 bis 7 Windungen (dünnere Schnur braucht mehr Windungen, sehr dicke Schnur kommt mit 4–5 aus).
Führe das kurze Ende durch die kleine Schlaufe, die sich direkt oberhalb der Windungen am Öhr gebildet hat. Anders als beim „verbesserten“ Klammerknoten führst du das Ende hier nicht noch einmal durch die große äußere Schlaufe.
Befeuchte die Windungen gut mit Spucke oder Wasser – das reduziert die Reibungshitze und schont die Schnur beim Zuziehen.
Ziehe zunächst vorsichtig am kurzen Ende, damit sich die Windungen sauber nebeneinanderlegen, und ziehe dann an der Hauptschnur, bis der Knoten kompakt gegen das Öhr rutscht.
Kürze das überstehende Ende auf etwa 2–3 mm.
Wofür geeignet
Schneller Standardknoten für monofile Schnur an Haken, Wirbeln und Kunstködern. Im Vergleich zum verbesserten Klammerknoten (der zusätzlich noch einmal durch die große Schlaufe geführt wird) hält der einfache Clinch etwas weniger Tragkraft, lässt sich dafür aber noch schneller binden.