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Huchen

Huchen

Der Huchen (Hucho hucho), auch Donaulachs oder Rotfisch genannt, ist der größte reine Süßwasserlachs Europas. Sein natürliches Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf das Einzugsgebiet der Donau und ihrer größeren Nebenflüsse – in Deutschland kommt er ursprünglich nur im bayerischen Donausystem vor.

Sein langgestreckter, im Querschnitt fast runder Körper und das große, bis hinter die Augen gespaltene Maul machen ihn unverwechselbar. Der Rücken schimmert bräunlich bis grünlich, die Flanken sind kupferfarben bis rötlich, über den ganzen Körper verteilt finden sich dunkle Punkte. Wie alle Lachsfische besitzt er eine kleine Fettflosse.

Der Huchen bevorzugt kalte, sauerstoffreiche und strömungsreiche Flussabschnitte der Äschen- und Barbenregion mit tiefen Gumpen und kiesigem Grund. Im Gegensatz zu vielen anderen Lachsartigen verbringt er sein gesamtes Leben im Süßwasser und ist seinen Standplätzen sehr treu.

Im März und April laicht der Huchen in flachen, stark überströmten Kiesbänken. Das Weibchen schlägt mit dem Schwanz eine Laichgrube, in die die Eier abgelegt werden; nach zwei bis drei Wochen bei kühler Wassertemperatur schlüpfen die Larven.

Der Huchen wird üblicherweise 60 bis 120 Zentimeter lang, in Ausnahmefällen bis zu 1,5 Meter bei über 30 Kilogramm Gewicht. Als Spitzenräuber seines Flusssystems jagt er vor allem andere Fische wie Nasen und Äschen, gelegentlich auch Frösche oder kleine Wirbeltiere.

Der Huchen gilt als stark gefährdet und steht auf der Roten Liste – Uferverbau, Wasserkraftnutzung und fehlende Fischtreppen setzen seinen Beständen erheblich zu. Wer auf Huchen angeln möchte, sollte sich vorab genau über Schonzeiten, Mindestmaße und die jeweils gültigen Regelungen des Gewässers informieren, da die Art in vielen Bundesländern besonders geschützt ist.